Die Meinungen gehen weit auseinander, wenn es um gut gemachte Filme geht. Besonders in der Punkszene hat jeder ganz eigene Vorstellungen davon, wie Punk dargestellt werden sollte. Es gibt dennoch einige Filme, die es schaffen, die richtige Atmosphäre und den Kernpunkt der Bewegung zu transportieren.

Kult oder Kitsch?

Die Grenzen zwischen Kult und Kitsch sind schnell überschritten. Die äußere Erscheinung eines Punk-Rock-Anhängers wird schnell durch eine stereotypische Darstellung der Filmschauspieler ins Lächerliche gezogen. Denn mehr als rein äußerliche Merkmale ist es doch eine Lebenseinstellung, die einen Punk erst zum Punk macht.

Zwischen vielen erfolglosen Versuchen der Filmindustrie, authentische Punk-Streifen zu drehen, existieren doch einige Filmjuwelen, die das richtige Feeling aufkommen lassen. Ein Beispiel für den absoluten Kultfilm ist Repo Man aus dem Jahr 1984. Die Art und Weise wie er gedreht wurde – nämlich nach keinem bekannten Muster, mit damals wenig bekannten Stars und keiner Regel folgend – war ausschlaggebend für den großen Erfolg. Die der späteren Punk-Bewegung entspringenden New Wave-Elemente unterstützen dabei wesentlich.

Der englische Produzent und Regisseur Alex Cox, der dieses Meisterstück der Punkszene erschaffen hat, ist auch für ein weiteres Werk verantwortlich: Sid and Nancy. Gerade wenn man Fan der Band Sex Pistols, sollte man diesen Film gesehen haben. Die Produktion handelt von der Liebesbeziehung des Sängers zu seiner Freundin Nancy Spungen. Auch wenn die Kritiken der biografischen Geschichte nicht ganz so gut ausfallen wie bei Repo Man, lohnt sich das Ansehen. Der Oscar-Gewinner Gary Oldman spielt den verstorbenen Sid Vicious überzeugend.

Ein weiteres Werk, das Beachtung verdient, ist der 1984 entstandene Film Suburbia. Schon das Cover lässt einen Einblick auf das zu Erwartende zu. Es geht um eine Gruppe jugendlicher Außenseiter, die mit ihrer rebellischen Art anecken. Interessant ist die Tatsache, dass die Filmemacherin Penelope Spheeris sowohl Jugendliche von der Straße als auch angehende Rockmusiker als Hauptdarsteller verpflichtete, um somit für noch mehr Authentizität zu sorgen.