Zu jeder jugendlichen Subkultur zählt, neben dem unverwechselbaren Erscheinungsbild und der rebellischen Haltung, selbstverständlich auch die Musik als Ausdrucksmittel. Der sogenannte Punkrock entstand im Laufe der 1970er-Jahre und bildete einen Gegenpol zur Musik dieser Zeit. Mit dem Tod der Rockgrößen Jimi Hendrix und Janis Joplin begann das Genre, sich immer mehr zu kommerzialisieren. Auch die Etablierung von anderen Musikrichtungen, wie beispielsweise Disco, riefen den Unmut der Jugend hervor.

Mit der Band The Ramones zeichnete sich in den USA ein Trend ab, der rückblickend als Vorläufer des Punks bezeichnet werden kann. Letztendlich entstand dann aber erst in Großbritannien eine einheitliche Musik- und Kulturbewegung, die öffentlich als Punk wahrgenommen werden konnte. Und hierfür wurde mit der Entdeckung der Sex Pistols durch Malcolm McLaren der Grundstein gelegt. Spätestens mit dem Erscheinen der Band The Clash war Punk in aller Munde. Ihr bekanntester Song ist wohl Should I Stay or Should I Go?, der auch Nicht-Punks durchaus ein Begriff sein dürfte.

Drei Akkorde machen einen Song

Die Anfänge des Punkrocks liegen im Garagenrock der 1960er-Jahre, zuerst überwiegend in den USA, etwas später dann auch in Großbritannien. Da der Punk auf der Do-it-yourself-Ideologie aufbaut, war es nur selbstverständlich, dass man die angewendeten Instrumente nicht vorher im teuer bezahlten Musikeinzelunterricht erlernt hat. Vielmehr war es gang und gäbe, dass man sich das Spielen selbst beibrachte. Und warum sich die Mühe machen, wenn man aus lediglich drei Akkorden einen durchaus hörbaren Song machen kann?

Die Punklieder handeln hauptsächlich vom Leben und der damit verbundenen Perspektivlosigkeit durch fehlende Arbeit. Aber auch Diskriminierung, Polizeigewalt und Politik prägen die Texte. Dadurch war die Musik, gerade zu Beginn der Entstehungsphase, von einer gewissen Härte und Aggressivität geprägt.

Genauso wie viele anderen Musikrichtungen hat Punkrock weitere musikalische Untergruppen definiert, die sich stetig weiterentwickeln. Zu den heutigen Größen zählen Bands wie Green Day, Bad Religion oder Die Toten Hosen.